Wie beim Einloggen erfolgt bei jedem Meeting auch ein Ausloggen zum Abrunden und Beenden der Runde und der Themen durch das Team. Dazu werden nach der Entscheidungs- und Planungsphase alle im Meeting offen gebliebenen Fragen gesammelt und durch das Team beantwortet.

Dann wird das Themen-Kanban betrachtet und die erledigten und unerledigten Themen offen angesprochen und zugeordnet. Offene Themen aus dem Backlog werden entweder auf das nächste agile Meeting vertagt oder eine anderweitige Form der Klärung gefunden.

Abgerundet wird das agile Meeting mit einem Feedback des Teams zur Moderation und zur inhaltlichen Bearbeitung. Das Feedback wird je nach Thema und Zeit unterschiedlich gestaltet und reicht von einer kurzen „timegeboxten“ offenen Feedbackrunde bis zu einem kurzen Quick-Feedback.

 

Strukturen:

 

1. Feedback-Skalen

Je nach Thema beschriftet Ihr unterschiedliche Skalen wie: „Relevanz der Themen“, „Effizienz der Bearbeitung“ und „Unsere Stimmung“ und lasst diese durch das Team mit Punkten oder Kreuzchen einschätzen. Bittet nach der Einschätzung um kurzes mündliches Feedback dazu.

 

2. Daumen-Check

Beim Daumencheck zeigt das Team anhand Daumen oben – zur Seite – oder unten, wie sie das agile Meeting fanden und geben eine kurze Begründung.

 

3. Sterne-Bewertung

In Anlehnung an das typische Rezensions-Format werden 1–5 Sterne mit kurzem Text vergeben, der die Einschätzung für das agile Meeting beinhalten sollte.

 

4. Wetterlage

Auch die Wetterlage ist eine schöne Metapher für die Gefühlslage der Meeting Teilnehmer. Von „sonnig warm” über „heiter bis wolkig” bis hin zu “gewittrig oder Unwetter” könnt ihr schön die Empfindung für die Durchführung des Meetings im Team abfragen. Gerne auf ein Flipchart mit kurzer Erläuterung.

 

5. I Liked – I wished – I learned

In Struktur gepackt, eignen sich um ein Feedback zum agile Meeting durch das Team zu erhalten auch gut die Fragen:

  • Was hat dir gefallen?
  • Was hättest Du Dir noch gewünscht?
  • Was hast Du gelernt?

Um ganz unterschiedliche Reflexionsrichtungen bei den Teilnehmenden abzufragen.

 

6. Zwei-Richtungsfazit:

Eine einfache und dennoch gute Reflexion ist die Fragestellung ans Team das am agilen Meeting teilgenommen hat nach der beruflichen und privaten Essenz aus der Besprechung:

  • Was setze ich ab morgen um?
  • Was erzähle ich heute Abend zu Hause?

 

7. Gradmessung oder Barometer

Ähnlich wie die Skalen ist die Gradmessung eine gute Metapher als Reflexion des Meetings. Wichtig ist es hierbei, die jeweiligen niedrigen und hohen Werte vorher zu definieren:

  • Gefühlsbarometer
  • Innovationsbarometer
  • Effektivitätsbaromter

 

8. Koffer

Auch die Koffer-Metapher eignet sich für unterschiedliche Reflexionsfragen ans Meeting Team:

  • Was nehme ich mit und packe es in meinen Koffer?
  • Welchen Ballast aus meinem Koffer bin ich losgeworden?
  • Was hätte ich noch gerne mitgenommen?
Baum der Erkenntnis, Check-out

 

9. Baum der Erkenntnis

Auch hier geben wir gerne, zum agilen Meeting passende, Fragestellungen mit dazu, die die Teilnehmenden erst einmal in einer stillen Team Runde für sich selbst beantworten:

  • Was war der Gewinn des Meetings?
  • Was möchtest Du gerne für Dich umsetzen?
  • Was würdest Du beim nächsten Mal anders machen wollen?

 

Check-out

 

Wie funktioniert es in der Online-Variante?

Ob ihr nun online oder offline ein Feedback eines agilen Team Meetings einfordert, ist von der Herangehensweise relativ gleich. In der Videokonferenz stehen wir oft als Moderator:innen vor der Herausforderung, dass alle Teilnehmenden des Teams auch gehört werden und jede:r ihre:seine Hinweise loswerden kann. Ein namentliches Aufrufen kann dem einen oder der anderen ein wenig direktiv vorkommen, deshalb geht am besten für diese Runde nochmal an den Konferenztisch auf dem Arbeitsboard zurück. Da ist ja die „Sitzreihenfolge” eigenverantwortlich festgelegt und ihr braucht nur noch einen Startpunkt zu setzen. Oder gebt einfach den schon vorgestellten Rede-Staffelstab weiter.