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Serie Agiler Coach: Der agile Coach als Top Erfolgsfaktor für ihre Organisation

Teil 1: Ohne passendes Framing kann der agile Coach nicht wirksam sein:

Framing, Aufgaben und Fähigkeiten des agilen Coaches

Agile Coaches gehören zu Recht zu den begehrtesten Berufsbildern am Arbeitsmarkt. Alleine in den letzten 3 Monaten ist die Nachfrage nach agilen Coaches um 15,1 Prozent in Deutschland gestiegen (Jobtensor Sep 2021 https://jobtensor.com/top-occupations-it-branche). Das ist nicht verwunderlich, denn wie es u. a. die Studie von Bearing Point aus 2020 feststellt, sind engagierte und erfahrene agile Coaches einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für mehr Agilität in den Organisationen. Kundenzentrierung, Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft sind schon längst keine Modeerscheinung mehr, sondern fester Bestandteil jeder Organisation, die morgen noch erfolgreich sein möchte. Das klingt verlockend und zaubert jedem Agilisten ein Lächeln ins Gesicht. Doch die Kehrseite ist leider genauso stark vertreten: Unternehmen und Berater erleben haufenweise missglückte Versuche agile Methoden on top zum laufenden operativen Dauerlauf in Linienorganisationen einzuführen und scheitern dabei reihenweise an den alten Strukturen und der tief verankerten Kultur. Erst wenn die Voraussetzungen stimmen und der Kulturwandel die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhält, kann der Wandel gelingen.

Agile Coaches brauchen dazu nicht nur Kompetenz und Erfahrung, sondern auch eine mehrstufige Auftragsklärung mit der inneren Unabhängigkeit Aufträge abzulehnen die nicht sinnvoll und erfolgversprechend sind.

Aufgaben und Fähigkeiten des agilen Coaches

Folgende Framing Fragen nutzen wir für die Auftragsklärung mit Kunden:

  1. Auftragsinhalte: Ist der Auftrag und die Anforderungskriterien geeignet für agile Herangehensweisen? Lässt das Was? und das Wie? genug Spielraum für innovative Lösungen und ist die Aufgabenstellung komplex genug für agile Frameworks? Bei einfachen oder komplizierten Fragestellungen sind klassische oder aus dem Lean Bereich kommende Ansätze wesentlich besser geeignet.
  2. Wie lautet die Transformations- oder Projekt-Vision? Wie gut ist der Purpose und der Nutzen für den Kunden darin abgebildet. Wie vereint stehen die Mitarbeiter hinter der Vision?
  3. Gibt es ein Agile Training Center o.ä. durch das die beteiligten Führungskräfte und Mitarbeiter an das agiles Mindset herangeführt werden und agile Methoden und Kompetenzen erlernen? Werden sie in der dazu erforderlichen Persönlichkeitsentwicklung begleitet? Was passiert mit den Menschen, die diesen Weg nicht mitgehen wollen?
  4. Erhalten die agilen Teams eine „End zu End“ Verantwortung? Haben sie die notwendigen fachlichen Kompetenzen und die erforderlichen Entscheidungsbefugnisse? Wird rollengebundene Führung und inhaltliche Autarkie bestärkt?
  5. Wählen die agilen Teams selbst die Methode (Kanban, Scrum, Design Thinking…) mit der sie die Ergebnisse am besten erreichen und arbeiten sie iterativ, fokussiert und transparent?
  6. Haben alle Beteiligten in den Teams ihre Zustimmung zu der agilen Herangehensweise gegeben?
  7. Sind die Voraussetzungen geschaffen (Zeit und Raum), dass die Teams möglichst viel zusammenarbeiten können (gibt es online entsprechende Kollaborations Tools)?
  8. Gibt es einen ausgebildeten und erfahrenen Product Owner der das WAS im Blick hat?
  9. Gibt es einen ausgebildeten und erfahrenen agilen Coach, der das WIE im Blick hat?

Wir haben dazu eine Checkliste und kreuzen mit den Kunden an, wie die Framing Themen beantwortet wurden. Auf dieser Grundlage kann schnell sichtbar gemacht werden welche Themen noch geklärt oder entschieden werden müssen, damit wir als agile Berater bzw. agile Coaches wirksam werden können.

Checkliste: Framing für agile Projekte

Gerne kannst du die Checkliste nutzen oder uns ergänzende Fragen oder Perspektiven schenken

Im nächsten Blog-Beitrag geht es um weitere Kompetenzen und Fähigkeiten des agilen Coaches.

Unsere Zertifizierte agile Coach Ausbildung startet im November und hat noch wenige Plätze frei.

Inhalte und Voraussetzungen findest du hier:

Agiler Vertrieb: Good By Konkurrenz-Syndrom, Thumbnail

Agiler Vertrieb: Good By Konkurrenz-Syndrom

Verkäufer sind auf Konkurrenz und Wettbewerb gepolt. So wurden sie jahrzehntelang ausgewählt, geschult und konditioniert. Beliebte Slogans der Vertriebstrainer und „Tschakka“-Gurus lauteten: „Nein gesagt hat der Kunde schon“ oder: „Verkaufen ohne Abschluss ist wie ein Tag ohne Sonnenuntergang“. Das mag früher gute Abschlüsse gebracht haben, widerspricht aber heute jeder Anforderung an Teams die gemeinsam das End zu End Ownership für Produkte oder Prozesse für ihre Kunden verantworten.

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Empathy Map: Ein wirkungsvolles Werkzeug zur Einschätzung der Zielgruppe

Die Empathy Map eignet sich erstklassig für eine schnelle und sinnesspezifische Bewertung und die Betrachtung eines Angebots oder einer Dienstleistung. Sie dient der Verbesserung des Kundenverständnisses, und hilft uns dabei, die Wahrnehmungs- und Gefühlswelt unserer Kund:innen besser zu verstehen. Das Erstellen einer Empathy Map erzeugt beim Team einen schnellen und griffigen Eindruck der Emotionen des Kunden.

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Review-Meeting, Beitragsbild

Reviews: die gelebte Kundenzentrierung

Während andere von Kundenzentrierung und Anpassungsfähigkeit nur reden, machen agile Teams Reviews!

Um in der schnelllebigen Digitalisierung attraktive Produkte oder Services zu liefern, bedarf es kurzzyklischer Überprüfung der erzielten Ergebnisse und das direkte Feedback aus Nutzer:innensicht, um jede Entwicklungsphase zur Optimierung zu nutzen.

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All Hands-Meeting, Collage

Mit dem All Hands-Meeting raus aus der Silo-Falle

All Hands, Männchen im AustauschAll Hands-Meetings helfen Gerade in einem agilen Umfeld, die Teams gut und abgestimmt miteinander kooperieren zu lassen. Damit Organisationen nicht nur auf operativer Ebene, sondern auch auf kooperativer und strategischer Flughöhe agil arbeiten, müssen sie sich kontinuierlich im Meeting austauschen und informiert halten.

Im All Hands-Meeting tauschen sich alle Bereiche oder Teams über die wichtigsten Entwicklungen aus. Dabei treffen sich Teams – oder bei größeren Unternehmen auch Vertreter:innen verschiedener Teams – mit der Führung und halten ein Meeting ab, um sich gegenseitig über die wichtigsten Fortschritte oder auch Hindernisse zu informieren.

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Meeting-Phase: Entscheiden und Planen

Serie Agile Meetings: Meeting-Phase 4: Entscheiden und planen

Meeting-Phase 4: Entscheiden und planen – Ablauf

Die vierte Phase jedes agilen Team Meetings beinhaltet das Entscheiden und Planen. Zunächst werden allerdings die Ideen und Vorschläge, die in Phase 3 des Team Meetings entstanden sind, priorisiert. Priorisierung schafft Klarheit, Fokus und Struktur. Durch die gemeinsame Gewichtung ist dem Team die Reihenfolge und Relevanz der Themen präsent.

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